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HydroFormer und AquaJet

Wie Vliesstoffe hergestellt werden

07.04.2015 - Vliesstoffe sind nahezu allgegenwärtig. Sie werden aus unterschiedlichen Rohstoffen und für vielfältige Anwendungen hergestellt. Man verwendet sie als Dämmstoff, als Filter oder als Wundpflaster. Auch feuchte Reinigungstücher zählen zu den Vliesstoffen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie biologisch abbaubar sind und aus Zellulosefasern hergestellt werden. Die Technologie zu ihrer Herstellung stammt von Voith und Trützschler Nonwovens.

Vliesstoffe begegnen uns unter Anderem bei Babywindeln, Pflastern, feuchten Reinigungstüchern uvm.
Gemeinsam ist allen Vliesstoffen, dass sie aus Fasern entstehen, die nicht gewebt, gestrickt oder gewirkt werden. Im Englischen nennt man Vliesstoffe deswegen auch „nonwovens“. Als Ausgangsmaterial für Vliesstoffe kommen ganz unterschiedliche Rohstoffe zum Einsatz, zum Beispiel Glasfasern, Chemiefasern, Wolle oder Seide, Baumwolle oder Zellstoff. Bei der Herstellung werden die Fasern trocken oder nass zu einem Vlies gelegt und anschließend mechanisch, chemisch oder thermisch verfestigt. Erst nach der Verfestigung spricht man von einem Vliesstoff. Feuchte Reinigungstücher, die in der Toilette entsorgt werden können (englisch: flushable wipes), bestehen aus Zellulosefasern. Das Verfahren zu ihrer Herstellung ähnelt dem von Papier.
Voith und der Vlies-Experte Trützschler Nonwovens arbeiten seit dem Jahr 2013 zusammen und bieten eine komplette Produktionslinie für die Herstellung nassgelegter und wasserstrahlverfestigter Vliesstoffe an. Ziel dieser Kooperation ist es, gemeinsam innovative und wirtschaftliche Produktionsanlagen zu entwickeln und zu vermarkten.
Voith HydroFormer: Blattbildung mit der Schrägsiebtechnologie
Blattbildung im Voith HydroFormer. Beim Nasslegeprozess wird eine Suspension aus Fasern und Wasser über ein Siebband geführt, auf dem sich ein homogenes Faservlies bildet. Da die Stoffdichte der Suspension für die Vliesstoffherstellung extrem niedrig ist, erfolgt die Blattbildung mit der Schrägsiebtechnologie des Voith HydroFormer. Diese Technologie ist durch langjährige Entwicklungsarbeit immer weiter optimiert worden. Sie wird für einlagige und mehrlagige Vliesstoffe angeboten. Bei der Herstellung mehrlagiger Vliese korrigiert ein intelligentes Lamellensystem im HydroFomer die Strömungsparameter, so dass eine Verwirbelung und Vermischung der Suspensionsströme verhindert wird.
Verfestigung durch Wasserstrahlverfahren mit Trützschlers AquaJet
Verfestigung im AquaJet von Trützschler Nonwovens. Nach der Blattbildung erfolgt die Wasserstrahlverfestigung mit dem AquaJet von Trützschler Nonwovens. Die Verfestigung geschieht mit der Impulskraft der Wasserstrahlen und somit rein mechanisch. Es werden weder Bindemittel noch Schmelzfasern eingesetzt, was die Voraussetzung dafür ist, dass die Reinigungstücher im Wasser leicht zerfallen und vollständig biologisch abbaubar sind.
Wet-Laid Spunlacing. Voith und Trützschler Nonwovens haben das Verfahren zur Herstellung nassgelegter und wasserstrahlverfestigter Vliesstoffe (englisch: Wet-Laid Spunlacing) gemeinsam entwickelt. Es ist ihnen gelungen, Vliesstoffe für feuchte Reinigungstücher herzustellen, die über eine hohe Nassfestigkeit verfügen und dennoch über das Abwassersystem entsorgt werden können. Vliesstoffe, die mit dem Wet-Laid Spunlacing Verfahren hergestellt werden, haben in verschiedenen Tests der beiden internationalen Branchenverbände INDA und EDANA die Anforderungen, die an „flushable wipes“ gestellt werden, erfüllt.
Vlies-Produktion mit Voith Automatisierungstechnik. Voith liefert auch die Automatisierungstechnik, die bei der Vliesherstellung gebraucht wird. Seit 2013 produziert der Baumaterial- und Vliesstoffhersteller Johns Manville in seinem Werk in Wertheim Glasfaservliese mit Voith-Technik. Dazu gehört das komplette Automatisierungspaket mit Qualitätsleitsystem und dem Messrahmen für die Qualitätsparameter Farbe und Dicke, das Regelungssystem sowie das OnView Informationssystem, in dem alle relevanten Daten archiviert und visualisiert werden. Zur Blattbildung setzt Johns Manville den Voith HydroFormer ein. Volker Krallmann, Produktionsleiter in Wertheim, bestätigt die hohe Leistungsfähigkeit des Gesamtpakets: „Wir sind sehr zufrieden mit dem neuen Qualitätsleitsystem und dem HydroFormer von Voith. Seit dem ersten Tag der Inbetriebnahme laufen sie stabil und zuverlässig und garantieren eine durchgehend hohe Vliesqualiät.“//
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