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Das Compact Dispersion System der BlueLine

Effiziente Dispergierung mit nur drei Maschinen

19.06.2015 - Entwässern, Erhitzen, Trennen und Zerkleinern von Störpartikeln sind die wesentlichen Aufgaben eines Dispergiersystems. Für Papierhersteller zählt dabei vor allem, dass die geforderten Produktqualitäten mit niedrigem Energieverbrauch erzielt und die Fasern schonend behandelt werden sowie eine einfache Maschinenwartung. Das Compact Dispersion System von Voith erfüllt die genannten Anforderungen mit drei effizienten Maschinen.

Der Name Compact Dispersion System verdeutlicht, dass Voith bei der Entwicklung des Dispergiersystems auf eine kompakte Bauweise geachtet hat. Das Compact Dispersion System umfasst drei Maschinen: die Schneckenpresse InfiltraScrewpress, die Dampfaufheizung SpeedHeater und den Disperger InfibraDisp. Alle drei Maschinen gehören zur BlueLine-Produktlinie von Voith für die Stoffaufbereitung.
Voith InfiltraScrewpress
Die Schneckenpresse InfiltraScrewpress. Die Schneckenpresse nimmt die Fasersuspension mit einer Stoffdichte von ca. 8 bis 12 Prozent auf und entwässert sie auf 30 Prozent. Bei der Entwicklung der InfiltraScrewpress standen folgende Kundennutzen im Vordergrund: die Optimierung der Entwässerungsleistung, geringere Inspektionszeiten und eine Reduzierung des Wartungsaufwands. Erreicht werden die Ziele durch die Kombination verschiedener Innovationen.
Voith SplitScreen
Ein steiferes Maschinendesign erlaubt die Verringerung der Toleranzen zwischen Pressschnecke und Siebelement. Diese geringe Toleranz trägt zu einer höheren Entwässerungsleistung ebenso bei wie das neue Siebelement SplitScreen, bei dem eine hohe offene Fläche die Entwässerung verbessert. Punkte sammeln kann das Siebelement SplitScreen auch aufgrund seines zweigeteilten Stützkörpers und des ebenfalls zweigeteilten Einlegesiebblechs. Dieses Design ermöglicht es, auf einfache und schnelle Weise einen direkten Zugang zu den einzelnen Komponenten der Schneckenpresse zu bekommen, ohne sie komplett zu demontieren. Zustandsuntersuchungen können ebenso wie Wartungsarbeiten erheblich schneller vorgenommen werden. Der Austausch eines Siebblechs reduziert sich von 24 bis 48 Stunden auf 3 bis 4 Stunden.

Die Pressschnecke der InfiltraScrewpress wurde ebenfalls weiterentwickelt. Die Einfachwendel wurde durch eine Doppelwendel ersetzt, die einen homogenen und kontinuierlicheren Stofftransport sicherstellt. Unverändert beibehalten wurde der bewährte Verschleißschutz der Voith Pressschnecken.

Die Schnellheizschnecke SpeedHeater trägt ihren Namen nicht ohne Grund. Während bei konventionellen Systemen die Zeit für das Aufheizen bis zu drei Minuten beträgt, wird der Faserstoff in der Schnellheizschnecke SpeedHeater innerhalb von nur 15 bis 30 Sekunden auf Temperatur gebracht und weitertransportiert. SpeedHeater lockert den Faserstoff mit 400 U/min direkt auf. Die sonst übliche Schredderschnecke entfällt durch die Kombination der Funktionen. Ein homogener Stofftransport wird durch eine spezielle Wendelkonstruktion gewährleistet, so dass eine Egalisierschnecke nicht mehr benötigt wird. Ein positiver Nebeneffekt der kurzen Retentionsdauer ist, dass der Stoff nicht mehr vergilbt, da er hohen Temperaturen während eines wesentlich kürzeren Zeitraums ausgesetzt ist.

Voith InfibraDisp
Der Disperger InfibraDisp setzt neue Maßstäbe. Bei der Dispergierung werden störende Partikel und Druckfarben schonend von der Faser gelöst und soweit zerkleinert, dass sie unterhalb der Sichtbarkeitsgrenze bleiben und den weiteren Prozess nicht stören. Im Compact Dispersion System von Voith übernimmt diese Funktion der Disperger InfibraDisp.

Neue Maßstäbe beim Dispergieren setzt die Dispergiergarnitur TheWall. Sie überzeugt mit mehreren Neuerungen. Rotorschaufeln im inneren Kreis der Garnitur sorgen dafür, dass der Faserstoff gleichmäßig zu den Verteilzähnen befördert wird. Außerdem gibt es im neuen Design eine durchgehende Funktionsbarriere zwischen den einzelnen Arbeitskanten der Garnitur. Diese verhindert das unbehandelte Vorbeiströmen der Fasern und verleiht den filigranen Zahnreihen zugleich mehr Stabilität. Es werden somit durch das neue Garniturdesign viel mehr Fasern aktiv behandelt. Neu ist auch, dass der Betriebsspalt bei TheWall in sehr weiten Bereichen einstellbar ist, ohne dass der Wirkungsgrad der Dispergierung leidet. Damit kann der Energieeintrag während der gesamten Lebensdauer der Garnitur konstant gehalten werden. TheWall braucht – bei gleichen technologischen Ergebnissen – weniger Energie als konventionelle Dispergergarnituren.

Neu entwickelt wurde die Zuführschnecke InfibraFeeder. Bei ihr kann auf einen eigenen Antrieb verzichtet werden, weil die Schnecke direkt am Rotor des Dispergers angebracht ist. Ihr konisches Design und ihre hohe Geschwindigkeit sorgen für eine sehr homogene und kontinuierliche Stoffzufuhr in den Disperger. Entsprechend zuverlässig und störungsfrei verläuft der Dispergiervorgang. Die Betriebssicherheit des Disperger InfibraDisp wird durch eine Zwangsschmierung gewährleistet. Im Falle eines Stromausfalls schützt eine Sumpfschmierung die Maschinenlagerung. Bei der Entwicklung des InfibraDisp wurde ebenso wie bei allen anderen Komponenten des Compact Dispersion System darauf geachtet, dass Wartungszeiten und -kosten niedriger sind als bislang üblich.//

Das Compact Dispersion System von Voith - Alle Vorteile auf einen Blick:

  • Gleiche Qualität des Endprodukts bei Energieeinsparungen von ca. 10%
  • Einfache Handhabung des Systems
  • Bis zu 35% weniger Platzbedarf mit nur drei Maschinen
  • Verbesserte Entwässerungsleistung
  • Längere Laufzeiten durch verminderten Verschleiß
  • Minimaler Wartungsaufwand
  • Verbesserung der Papierqualität durch eine höhere Festigkeit
  • Höhere optische Qualität des Papierstoffs
  • Weniger Equipment notwendig durch die clevere Kombination von Funktionen
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