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Voith ComCore ebnet den Weg

Schritt für Schritt in die digitale Zukunft

26.10.2015 - Industrie 4.0 ist in aller Munde, das Internet der Dinge beschäftigt Techniker und Medien. Mit dem Konzept Papermaking 4.0 hat Voith die Zukunft für die Papierindustrie eingeläutet und Produkte für die digitale Fabrik entwickelt, die jedem Papierhersteller die Möglichkeit geben, seinen Weg in die digitale Zukunft individuell zu gestalten. Basis dafür ist die Automatisierungsplattform Voith ComCore.

Eine konstant gute Qualität, eine verbesserte Ressourceneffizienz und eine höhere Produktivität sind Ziele, die jeder Papierhersteller kontinuierlich anstrebt. Zunehmend wichtiger sind hierfür die intelligente Erfassung und Verarbeitung von Daten. Voith hat, aufbauend auf seiner langjährigen Erfahrung in diesem Bereich, ein umfassendes Portfolio mit Automatisierungs-, Software- und Beratungsleistungen entwickelt. Dazu zählen neben den klassischen Produkte eines Qualitätsleitsystems (QCS), wie z.B. CD-Regelungen oder Scanner, Effizienzsteigerungsmodule der OnEfficiency-Produktfamilie und auch speziell entwickelte Anwendungen wie die Filzoptimierung durch FeltView auf Basis der neuen Voith ComCore-Plattform.

Bessere Leistung mit papierspezifischen Bibliotheken. Für Papierhersteller, die sich nicht durch die Investition in Hard- oder Software für lange Zeit an einen bestimmten Lieferanten binden wollen, bietet die ComCore-Plattform klare Vorteile, da sie mit Standardhardware genutzt werden kann und sich in praktisch jede Automatisierungsinfrastruktur integrieren lässt. Voith ComCore ist in einer Drei-Schicht-Architektur organisiert, d.h. die Steuerungs- und Logikebene, die Kommunikationsebene sowie die Visualisierungs- und Datenverarbeitungsebene sind klar voneinander getrennt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das System ist einfach zu skalieren, Funktionalitäten können geclustert und Virtualisierungslösungen problemlos implementiert werden. Auf der Steuerungsebene unterstützt ComCore die IEC 61131 basierten Sprachen. Diese sind um objektorientierte Funktionalitäten ergänzt worden und ermöglichen so eine effiziente Pflege und Erweiterung.

Bei Kundeninstallationen wurde eine deutliche Leistungsverbesserung erzielt dank der papierspezifischen Bibliotheken, die von Voith-Ingenieuren entwickelt wurden, die über ein fundiertes Wissen des Papierherstellungsprozesses verfügen. Eine Besonderheit von ComCore ist die Unterstützung von zahlreichen Protokollen und Schnittstellen, mit denen Komponenten anderer Hersteller direkt angesteuert werden können. So kann die Performance dieser Komponenten verbessert oder ihre Lebensdauer verlängert werden. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn Papierhersteller ihr System Schritt für Schritt erneuern wollen.
Zufriedene Gesichter nach dem Umbau (v. l.): Maurizio Piemonte, Produkt- und Serviceingenieur Voith, Stefano Andreotti, Manager Technik und Technologie bei DS Smith, und Rainer Lay, Produktmanager Voith
Mit Modulen modernisieren – die Papierfabrik DS Smith. Dass der Papierherstellungsprozess durch die Integration eines einzigen Moduls aus der ComCore-Plattform verbessert oder optimiert werden kann, wurde vor kurzem in Italien erfolgreich demonstriert. Bei DS Smith, einem der führenden Hersteller von Verpackungskarton, traten an der PM 2 in Lucca ungleichmäßige Querprofile und Faltenbildungen auf. Als Ursache wurde ein unzuverlässiges Aktuatorsystem im Qualitätsleitsystem ausgemacht. Die Situation vor dem Umbau beschreibt der Manager für Technik und Technologie Stefano Andreotti mit den Worten: „Unser bestehendes System war veraltet. Wir haben für die Wartung zu viel ausgegeben.“ Die Ingenieure von Voith rieten DS Smith zum Einbau der OnQ Profilmatic Querprofilregelung, die Bestandteil der modularen ComCore-Plattform ist. Das Ergebnis nach dem Umbau entspricht den Erwartungen des Kunden in Lucca, wie Stefano Andreotti bestätigt: „Das neue System automatisiert ein Verfahren, das vorher manuell gesteuert war. Die Falten wurden reduziert. Wir sind jetzt mit dem Querprofil sehr zufrieden.“

Neben den papierspezifischen Schnittstellen, setzt Voith ComCore auf den neuen Standard für die Industrie 4.0, die OPC-UA. Sie ist die Standardkommunikationsschnittstelle innerhalb der Plattform. Neuentwicklungen und Technologien können über die offene Kommunikationsschnittstelle OPC-UA einfach und flexibel an existierende Plattformen angebunden werden. Da es sich um eine rein Web-basierte Visualisierung handelt, ist keine aufwändige Client/Operator-Station-Installation notwendig. Auch auf teure Spezialhardware kann verzichtet werden. Jeder PC, der mit einem Internetexplorer ausgestattet ist, eignet sich für Voith ComCore. Ein Modul der Plattform ist das OnView-System mit seiner historischen Datenbank zur Speicherung, Anzeige und Analyse von Daten. Die OnView-Datenelemente sind nativ in die Weboberfläche von ComCore eingebettet. So kann aus dem Intranet eines Unternehmens auf alle Daten zugegriffen werden. Die OnView-Welt mit ihrer mächtigen Reporting Engine ermöglicht es, individuelle Berichte zu erstellen und diese automatisch am Ende einer Schicht oder eines Tages an mobile Geräte zu verteilen, so dass den Verantwortlichen jederzeit die aktuellen Produktionskennzahlen zur Verfügung stehen.

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