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Innovation

HiCon 2.0 in der Praxis

 

HiCon 2.0 in der Praxis: Mpact profitiert von gesteigerter Kapazität und reduziertem Energiebedarf

Der südafrikanische Papierhersteller Mpact ist der erste Kunde von Voith, der nach dem Umbau seiner Anlage InfiltraDiscfilter mit der HiCon 2.0 Technologie einsetzt. Die Scheibenfilter haben bei Mpact die Erwartungen deutlich übertroffen.

Effizienz und Ressourcenschonung sind zwei zentrale Anforderungen, die Papierhersteller an eine zeitgemäße Papierfertigung stellen. Mit der HiCon 2.0 Technologie für InfiltraDiscfilter erhalten Kunden von Voith eine wichtige Stellschraube, um in der Stoffaufbereitung diese Kriterien zu erfüllen.

Mit der HiCon 2.0 Technologie für InfiltraDiscfilter erhalten Kunden von Voith eine wichtige Stellschraube, um bereits in der Stoffaufbereitung die Weichen zur Erfüllung dieser Kriterien zu stellen.

Die neue Technologie aus der BlueLine-Familie ist die jüngste Weiterentwicklung der Scheibenfilter, die 2012 mit der Lancierung des BaglessPlus-Systems begann und dem 2014 die HiCon Technologie folgte. Diese ermöglicht nicht nur eine Erhöhung der Konsistenz des Stoffstroms im Zulauf, sondern erlaubt auch eine Steigerung des Durchsatzes um bis zu 20 Prozent. Mit HiCon ausgestatte Filter haben bereits nach der Erstanlage in zahlreichen weiteren Anwendungen – sowohl in Neubauten als auch in Upgrades – belegt, dass sie dank ihrer Robustheit, hohe und stark schwankende Zulaufstoffdichten sehr gut verkraften.

Die HiCon 2.0 Technologie baut auf bewährten Konzepten auf, ergänzt sie aber um zwei entscheidende Neuerungen: Zum einen sorgt ein robust konstruiertes System für eine sichere Ausrichtung der Scheiben, was den Filter resistent gegenüber Beschädigungen macht. Die separate Anströmung jeder einzelnen Scheibe verhindert die Eindickung des Faserstoffs. In konventionellen Scheibenfiltern ziehen höhere Zulaufstoffdichten starke Eindickung im Filtertrog zwangsläufig nach sich. Daher verdünnen die meisten Papierhersteller den Stoffstrom vor den Scheibenfiltern. Das bedeutet einen gesteigerten Wassereintrag, und damit einen erhöhten Bedarf an Pumpenergie.

Die HiCon 2.0 Scheiben machen die energieintensive und ressourcenverschwendende Verdünnung vor dem Scheibenfilter unnötig. Da die Technik Trogeindickung deutlich reduziert, erlaubt der Einsatz des HiCon 2.0 Einlaufstoffdichten von bis zu zwei Prozent – wohingegen bei konventioneller Technik lediglich 1 Prozent üblich ist. In älteren Stoffaufbereitungsanlagen limitiert die vorhandene Eindick-Kapazität häufig die maximal mögliche Produktion. Durch die Beseitigung dieses Nadelöhrs mit HiCon-Scheibenfiltern sind Kapazitätssteigerungen von bis zu 20 Prozent möglich.

Bei der Schoellershammer PM 6 in Düren stellt die Voith BlueLine Stoffaufbereitung höchste Energieeffizienz und Ressourcenschonung sicher.
 

Bei der Wartung ergeben sich durch den Einsatz der InfiltraDiscfilter mit HiCon 2.0 Technolgie Potentiale zur Kosteneinsparung. Denn anders als konventionelle Systeme ist bei ihnen der Aufwand für Wartung und Überwachung minimiert. Unter anderem, weil die Filterscheiben ohne Filterbeutel den zeit- und kostenintensiven Austausch der abgenutzten Filterbeutel überflüssig machen.

Dass dieses Potential nicht nur im Labor möglich ist, sondern auch in der Praxis realisiert werden kann, hat bereits der erste Einsatz der HiCon 2.0 Technologie beim südafrikanischen Karton- und Wellpappenhersteller Mpact gezeigt. Im Zuge einer Neuausrichtung der Papiermühle in Felixton hin zu einer grüneren Produktion ersetzen dort seit 2015 Altpapierfasern die zuvor eingesetzte Zuckerrohr-Bagasse. Durch einen Umbau der Maschine sollte dabei die Anlagengeschwindigkeit von 700 auf 930 Meter pro Minute steigen, um das Ziel einer Produktionserhöhung von 40 Prozent zu erreichen. Voith lieferte für dieses Projekt ein Upgrade der kompletten Stoffaufbereitung. Seit Abschluss des Umbaus im Jahr 2016 ergänzt ein vertikaler LC Pulper den vorhandenen Drum Pulper mit einer Kapazität von 800 Tonnen pro Tag. InfiltraDiscfilter mit HiCon 2.0 Technolgie sind dabei integriert. Das Ergebnis beschreibt Maggy Odayar, Technischer Manager bei Mpact: „Die Scheibenfilter haben sich als zuverlässig, effizient sowie höchst flexibel bezüglich Einlaufstoffdichte und Stoffstrom erwiesen. Der Durchsatz liegt bei 15 Prozent über der geplanten Auslegung.“ Langzeitauswertungen zeigen, dass Konsistenzen von 2 Prozent dauerhaft möglich sind. Konsistenzspitzen von 2,5 Prozent stellen bei Mpact ebenfalls kein Problem für die Filter dar. Das Upgrade der Komponente war ein wichtiger Bestandteil für die Produktionssteigerung der gesamten Anlage.

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