Presse-
mitteilung
 
03.08.2007
Voith Turbo:

20 Front-End-Module für 10 Züge - weitere sind geplant


Derzeit wird in Korea eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Daegu und Busan gebaut, deren Fertigstellung bis 2010 geplant ist. Darüber hinaus will Korea weitere Hochgeschwindigkeitsstrecken bauen. Auf diesen, wie auch den bereits bestehenden Strecken, soll der neue KTX II zum Einsatz kommen. Der Zug ist eine Weiterentwicklung des auf TGV-Basis gebauten Korea Train eXpress KTX I. Voith Turbo Scharfenberg liefert für zehn dieser neuen Züge ab Mitte 2008 die kompletten Front-End Module sowie die Automatischen Kupplungen und die Seitenpuffer.

Der neue koreanische Hochgeschwindigkeitszug entwickelt sich für Voith zum Prestigeobjekt. Zusätzlich zu den Front-Ends konnte Voith Turbo erstmals für diesen TGV-Ableger den Auftrag über 80 Radsatzgetriebe verbuchen. Damit ist Voith beim KTX II nicht nur im bzw. unter dem Zug mit seinen Komponenten vertreten, sondern präsentiert sich mit dem Produkt Front-End im äußeren Erscheinungsbild für alle Reisenden. Pro Zug werden zwei dieser Front-Ends verbaut. Im Vorgängermodell KTX I ist bereits eine Kupplung (Notkupplung) von Voith Turbo Scharfenberg vorhanden. Im Übrigen nutzen alle TGV-Züge eine Scharfenberg-Kupplung vom Typ 10. Im KTX II wird es die neue wartungsarme one4-Kupplung als Typ 10 sein.

Die Herausforderung für die Schaku-Ingenieure bei der Gestaltung von Bugnase mit Bugklappe und integrierter Kupplung war die Anforderung des koreanischen Herstellers Rotem, die Funktionalität und das Design aufeinander abzustimmen und zu optimieren. Bestehen die Triebzüge KTX I noch aus 20 Wagen mit einfachen Notkupplungen, so wird der KTX II als Triebzug mit nur 10 Wagen ausgeführt. Diese Triebzüge können dann jederzeit gekuppelt werden, um die Transportkapazität flexibel zu erhöhen oder einen Y-Verkehr zu ermöglichen (analog dem ICE-Einsatz in Deutschland).

Voith Turbo Scharfenberg hat diese Anforderungen dahingehend gelöst, dass ein Front-End in Modulbauweise entwickelt wurde, welches im Sinne einer „Plug&Play“ - Lösung problemlos angebaut werden kann. Völlig neu dabei ist, dass im Front-Modul sowohl die pneumatische, wie auch die elektronische Steuerung integriert ist, die das gesamte System der einzelnen Bugklappen-Elemente im Zusammenspiel mit der Kupplung von Schaku kontrollieren und steuern. Vor dem Einbau des Front Moduls wird zuerst die Scharfenberg-Kupplung montiert. Diese ist zur passiven Sicherheit mit einem großen Crashabsorber-Element versehen. Ausgelegt ist dieses System bereits auf Basis der TSI für Hochgeschwindigkeitszüge.

Der neue KTX II wird Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 330 km/h fahren. Für 2008 sind bereits erste Fahrversuche mit einem Prototyp geplant. Die Auslieferung der ersten der 20 Front-Ends ist für Anfang 2008 geplant. Für weitere 19 Züge und damit für 38 Front-Ends liegt bei Voith Turbo Scharfenberg bereits eine Option vor.

Voith Turbo, der Spezialist für hydrodynamische Antriebs-, Kupplungs- und Bremssysteme für den Einsatz auf der Straße, der Schiene, in der Industrie und für Schiffsantriebe, ist ein Konzernbereich der Voith AG.

Voith setzt Maßstäbe in den Märkten Papier, Energie, Mobilität und Service. Gegründet 1867 ist Voith heute mit 34 000 Mitarbeitern, 3,7 Mrd. € Umsatz und weltweit über 250 Standorten eines der großen Familienunternehmen Europas. Voith ist offizieller Partner der Initiative „Deutschland - Land der Ideen“.

 




Virtuelle Darstellung des KTX II Front-End-Systems. 
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Gerd Aurich
Voith Turbo Scharfenberg GmbH & Co. KG | Gottfried-Linke-Straße 2, 38239 Salzgitter | Germany
Tel +49 5341 21-8931 | Fax +49 5341 21-4202
E-Mail gerd.aurich@voith.com
Susanne Speiser
Voith Turbo GmbH & Co. KG | Alexanderstraße 2, 89522 Heidenheim | Deutschland
Tel +49 (0)7321 37-8497 | Fax +49 (0)7321 37-7110
E-Mail susanne.speiser@voith.com
 
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