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Schöne neue Service-Welt

Die Digitalisierung ist längst auch im Industriebereich angekommen

Schöne neue Service-Welt

Die Digitalisierung ist längst auch im Industriebereich angekommen und revolutioniert die Art und Weise, wie wir arbeiten – untereinander, im Zusammenspiel mit Maschinen aber auch von Maschine zu Maschine. Diese Entwicklung eröffnet enorme Chancen für den Service. Bernd Stibi, Executive Vice President Service and Upgrades bei Voith Digital Solutions, will diese Entwicklung nutzen, um die Beziehung zum Kunden neu zu definieren.

„Die Zeiten, als Service ausschließlich bedeutete, dass sich jemand mit einem Werkzeugkoffer aufmacht, um irgendwo in der Welt eine Anlage in Betrieb zu nehmen, zu warten oder zu reparieren, sind vorbei. Das heißt nicht, dass es das nicht mehr gibt. In manchen Fällen ist dieser Vor-Ort-Service gewünscht und notwendig. Neue technische Möglichkeiten geben uns jedoch inzwischen eine Vielzahl von schnelleren und kostengünstigeren Möglichkeiten an die Hand“, sagt Bernd Stibi, der seit mehr als zwei Jahrzehnten die Technologien von Voith im Einsatz bei den Kunden begleitet.

Die Zeiten, als Service ausschließlich bedeutete, dass sich jemand mit einem Werkzeugkoffer aufmacht, um irgendwo in der Welt eine Anlage in Betrieb zu nehmen, zu warten oder zu reparieren, sind vorbei.
Bernd Stibi

Von Fernwartung mittels Bild-, Ton- und Datenverbindung über neue Services für den Kunden wie sie z.B. Augmented Reality oder künstliche Intelligenz bieten – die Digitalisierung bietet viele neue Möglichkeiten den Maschinen- und Anlagenbetrieb noch schneller und effizienter zu unterstützen. Gleichzeitig eröffnen die neuen Technologien auch Möglichkeiten für neue Service-Geschäftsmodelle. „Die Digitalisierung gibt uns nun die Chance, das Thema Service noch einmal ganz neu zu definieren“, erklärt Stibi.

Anhand von Zustandsinformationen können unsere Servicespezialisten aus der Ferne Unterstützung leisten und sogar Betriebsprozesse im laufenden Betrieb optimieren.

Kompetenzen gebündelt

Im digitalen Zeitalter rückt der Service im Wettbewerb der Spitzentechnologien noch weiter in den Fokus. Voith hat sich dafür zu einem konsequenten Schritt entschlossen: Das Unternehmen gründete 2016 den Geschäftsbereich Voith Digital Solutions. Dieser bündelt die Kompetenzen im Bereich Elektrifizierung, Automatisierung, Sensorik und Aktorik sowie der Informations- und Kommunikationstechnologie. Voith Digital Solutions baut dabei auf dem umfassenden Technologie-Know-How von Voith auf. Fachleute, die es bislang gewohnt waren, allein über ihren eigenen Fachbereich nachzudenken, arbeiten heute gemeinsam an digitalen Lösungen vielfältiger Produkte und Dienstleistungen.

Service gehört zur Digitalisierung

Bernd Stibi ist als Leiter des Bereichs Service und Upgrades mitverantwortlich für den neuen, alle Voith-Märkte übergreifenden, Geschäftsbereich Digital Solutions. Er ist überzeugt, dass „Digital Solutions das Service-Bewusstsein bei Voith noch einmal deutlich verändern und erweitern wird.“ Momentan baut er, in Zusammenarbeit mit allen Voith Divisionen, ein global vernetztes und lokal – beim Kunden – agierendes Serviceteam auf. Es gilt dabei die bisherigen Dienstleistungsangebote zu verbessern und die neuen Möglichkeiten zu nutzen, die den Service im Zeitalter der Digitalisierung ausmachen. „Schon heute ist Voith in der Lage, Anlagen auch im Remote-Modus – also aus der Ferne – zu inspizieren und für die Optimierung des Analgenbetriebes wichtigen Parameter permanent zu messen, auszuwerten und in sinnvolle Anweisungen für das Service-, Bedien- und Instandhaltungspersonal zu verarbeiten “, sagt Stibi.

Vor-Ort-Service ist trotz Digitalisierung oftmals weiterhin notwendig und gewünscht.

Von der realen Maschine zum virtuellen Abbild

Diese Möglichkeiten lassen sich künftig noch erheblich erweitern. Sind die Konturen der realen Maschine und Anlage erst in Bits und Bytes, sozusagen in eine virtuelle Kopie, in Form von bedienungs- und instandhaltungsrelevante IT-Elemente übersetzt, bieten sie eine ideale Plattform für den optimalen Service. Die virtuelle Maschinenkopie vereint die statischen Informationen aus der technischen Dokumentation mit den dynamischen Betriebs- und Instandhaltungsdaten in dem von Voith angebotenen Asset Lifecycle Managementsystem (ALM) in Echtzeit. Hinzu kommen Daten aus temporär oder permanent installierten Monitoring- und Diagnosesystemen appliziert von Voith Service-Experten.

Mittels der virtuellen Maschine und der Anwendung von instandhaltungs- und betriebsverbessernder Analytik wird die optimale Auslastung und Lebensdauer der realen Maschine bei minimalen Betriebs-und Wartungskosten erreicht.

Zukünftig kommunizieren Anlagen, Maschinen und deren Komponenten untereinander bzw. mit uns über ihren jetzigen und zukünftigen Zustand.
Bernd Stibi

Im Idealfall vereinfachen ALM-Schnittstellen zu den kundeneigenen Beschaffungs- und Bestellsystemen die Logistik, der für den Betrieb und die Instandhaltung benötigten Materialien. Beschaffungskosten und Materialbestände werden damit bei gleichzeitig verbesserter Maschinen- und Anlagenverfügbarkeit optimiert.

„Zukünftig kommunizieren Anlagen, Maschinen und deren Komponenten untereinander bzw. mit uns über ihren jetzigen und zukünftigen Zustand“, erklärt Bernd Stibi. „Anhand dieser Zustandsinformationen können unsere Servicespezialisten aus der Ferne Unterstützung leisten und sogar Betriebsprozesse im laufenden Betrieb optimieren.“ Der sensible Umgang mit den Daten der Kunden ist hierbei eine wichtige Grundvorrausetzung in der neuen digitalen Service-Welt. Bei Voith gehört daher IT-Sicherheit zur langjährigen Expertise und zum Leistungsangebot von Voith Digital Solutions. Dank eines speziell ausgerichteten IT-Security-Kompetenzzentrums und eigener Rechenzentren erfüllt Voith die höchsten Industriestandards in Sachen IT-Security.

Die Digitalisierung bietet viele neue Möglichkeiten wie beispielsweise Augmented Reality.

In 80 Millisekunden um die Erde

Die Digitalisierung wird den Umgang mit den Maschinen zudem deutlich vereinfachen, „vor allem aber die Geschwindigkeit unserer Dienstleistungen erhöhen“, prophezeit Stibi. „Es gibt ja bereits das geflügelte Wort von der Reise in 80 Millisekunden um die Erde.“ Sein Ausspruch spielt auf den utopischen Roman „In 80 Tagen um die Erde“ an. Darin beschrieb der französische Autor Jules Verne im 19. Jahrhundert Zukunftsbilder der neuen Technologien der Industrialisierung. In Stibis neuer Servicewelt, die ein Teil der vierten industriellen Revolution ist, geht es künftig deutlich schneller zu. Durch die erheblich bessere Datenbasis lässt sich der Betrieb hochkomplexer Maschinen in Zukunft automatisch und in Echtzeit optimieren. Fehlermeldungen können bereits in die Entwicklung neuer Produkte einfließen.

Bernd Stibi ist überzeugt, dass die Zukunft von Voith in der Symbiose zweier Welten besteht: „Wir bringen wie kaum ein anderer die Möglichkeiten der digitalen Anwendungen mit dem traditionell hohen technischen Verständnis der Anlagen zusammen.“

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