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22.09.2026 Voith auf der InnoTrans: Ohne starke Schiene kein wettbewerbsfähiges Europa

  • Der Schienengüterverkehr ist kritische Infrastruktur für Europas Industrie: Er verbindet Produktionsstandorte und Märkte, sichert Lieferketten und stärkt Europas Resilienz und Handlungsfähigkeit.
  • Die Verkehrsleistung im europäischen Schienengüterverkehr sinkt seit vier Jahren. Hohe Kosten und Produktivitätsnachteile setzen den Sektor unter Druck. Digitalisierung und Automatisierung sind wichtige Hebel, um gegenzusteuern.
  • Voith zeigt mit CargoFlex, wie der Güterzug digitalisiert werden kann. Entscheidend ist jetzt, Innovationen schneller in die industrielle Anwendung zu bringen.
V.l.n.r.: Philippe Tabarot, Verkehrsminister von Frankreich; Steffen Bilger, Bundesverkehrsminister und Dirk Hoke, CEO der Voith Group vor der Digitalen Automatischen Kupplung CargoFlex von Voith.

V.l.n.r.: Philippe Tabarot, Verkehrsminister von Frankreich; Steffen Bilger, Bundesverkehrsminister und Dirk Hoke, CEO der Voith Group vor der Digitalen Automatischen Kupplung CargoFlex von Voith.

Berlin, Deutschland, 22.09.2026. Europas Industrie ist auf einen leistungsfähigen Schienengüterverkehr angewiesen. In einem veränderten geopolitischen Umfeld gewinnt die Schiene zudem für Europas Handlungsfähigkeit in Krisenzeiten an Bedeutung.

2025 sank die Verkehrsleistung im EU-Schienengüterverkehr laut Eurostat um 1,8 Prozent auf 368 Milliarden Tonnenkilometer – das vierte Jahr in Folge. Neben der schwachen Industriekonjunktur belasten hohe Kosten und strukturelle Produktivitätsnachteile den Sektor.

Florian Otto

Florian Otto

Vice President, Head of Global Media Relations & Public Affairs

St. Pöltener Straße 43 89522 Heidenheim Deutschland

 

m +49 173 7509681

Ohne eine leistungsfähige Schiene wird Europa seine industrielle Wettbewerbsfähigkeit nicht stärken können. Der Schienengüterverkehr kann sich Stillstand nicht leisten. Digitalisierung und Automatisierung sind entscheidende Hebel, um seine Produktivität zu erhöhen
Dirk Hoke, President & CEO der Voith Group

Vom manuellen Kuppeln zum digital vernetzten Güterzug

Güterwagen werden in Europa bis heute vielfach manuell mit Schraubenkupplungen verbunden. Zugbildung und Rangierprozesse sind entsprechend zeit- und personalintensiv.

Die Digitale Automatische Kupplung (DAK) ist ein zentraler Baustein für die Digitalisierung des Güterzugs. Mit CargoFlex hat Voith eine DAK-Lösung entwickelt, die nicht nur das mechanische Kuppeln automatisiert, sondern zugleich Energie- und Datenverbindungen zwischen den Wagen herstellt. Damit wird aus dem analogen Güterwagen ein digital vernetzter Wagen – und aus vielen vernetzten Wagen ein intelligenter Güterzug. Automatisierte Prozesse – von der Bremsprobe bis zur Zustandsüberwachung – werden so möglich.

CargoFlex wird bereits im kommerziellen Güterverkehr eingesetzt. Seit 2019 ist die Kupplung in der Schweiz im Regelbetrieb erfolgreich im Einsatz und verfügt damit über mehr als ein halbes Jahrzehnt Praxiserfahrung im kommerziellen Schienengüterverkehr. Insgesamt wurden hierfür 230 Güterwagen und 25 Lokomotiven ausgerüstet. Damit ist die CargoFlex die einzige DAK-Lösung mit einer mehrjährigen, kommerziell erprobten Einsatzhistorie im europäischen Schienengüterverkehr.

Exponat: Digitale Automatische Kupplung CargoFlex von Voith.
Exhibit: CargoFlex digital automatic coupler from Voith.
Eine besondere Herausforderung ist die Integration der DAK in Lokomotiven, da diese flexibel in unterschiedlichen Verkehren einsetzbar bleiben müssen. Mit CargoFlex bringen wir unsere System- und Integrationskompetenz ein und schaffen die Voraussetzungen für die digitalen Funktionen des Güterzugs.
Müslüm Yakisan, CEO Voith Turbo Rail & Marine

Jetzt entscheidet die Skalierung

Die technologische Entwicklung der DAK ist weit fortgeschritten. Für die europaweite Migration müssen rund 900.000 Kupplungen für Güterwagen sowie rund 46.000 Kupplungen für etwa 23.000 Lokomotiven umgerüstet werden. Bei den Lokomotiven ist die technische Integration besonders anspruchsvoll. Dafür braucht es Interoperabilität, einen verlässlichen Migrationspfad und Investitionssicherheit.

Mit dem im September gestarteten Förderprogramm für DAK-Pionierzüge hat das Bundesministerium für Verkehr die nächste Phase der Erprobung eingeleitet. Die Pionierzüge sollen das Zusammenspiel von Kupplung und digitalen Zugfunktionen unter realen Betriebsbedingungen erproben und damit einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur europaweiten Migration ermöglichen.

Digitalisierung endet nicht bei Software und Künstlicher Intelligenz. Sie muss auch unsere physische Infrastruktur erreichen. Europa hat die Technologien und die industrielle Kompetenz. Technologieführerschaft allein reicht aber nicht. Entscheidend für unsere Wettbewerbsfähigkeit ist, wie schnell wir Innovationen in die Anwendung bringen. Europa muss auch bei der industriellen Skalierung führend sein.
Dirk Hoke, CEO der Voith Group

Im Rahmen der Eröffnung der InnoTrans haben Bundesverkehrsminister Steffen Bilger und Apostolos Tzitzikostas, EU-Kommissar für nachhaltigen Verkehr und Tourismus, den Voith-Stand besucht. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Digitalisierung des Schienengüterverkehrs und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche europaweite Skalierung.

V.l.n.r.: Steffen Bilger, Bundesverkehrsminister; Philippe Tabarot, Verkehrsminister von Frankreich; Müslüm Yakisan, CEO Voith Turbo Rail & Marine; Denise Kurtulus, CEO Voith Turbo; Dirk Hoke, CEO Voith Group.
V.l.n.r.: Steffen Bilger, Bundesverkehrsminister; Philippe Tabarot, Verkehrsminister von Frankreich; Müslüm Yakisan, CEO Voith Turbo Rail & Marine; Denise Kurtulus, CEO Voith Turbo; Dirk Hoke, CEO Voith Group.

Über das Unternehmen

Voith gate coporate headquater -  Heidenheim
Über die Voith Group

Die Voith Group ist ein weltweit agierender Technologiekonzern. Mit seinem breiten Portfolio aus Anlagen, Produkten, Serviceleistungen und digitalen Anwendungen setzt Voith Maßstäbe in den Märkten Energie, Papier, Rohstoffe und Transport. Gegründet 1867 ist Voith heute mit rund 21.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, 4,8 Milliarden Euro Umsatz und Standorten in über 60 Ländern der Welt eines der großen Familienunternehmen Europas.

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